Streit um BIP-110: Bitcoin steuert auf den Showdown im August zu
Im Dauerstreit über Daten auf der Bitcoin-Blockchain wird es konkret: Anfang August, voraussichtlich am 7. August bei Block 961.632, öffnet das Signaling-Fenster für BIP-110. Der Vorschlag — im Oktober 2025 zunächst als BIP-444 veröffentlicht, nachdem Bitcoin Core v30 die OP_RETURN-Grenzen gelockert hatte — bündelt sieben Einschränkungen gegen datenlastige Transaktionen und soll als befristeter Soft Fork für ein Jahr gelten. Knoten, die die Regeln durchsetzen, würden ab etwa 1. September Blöcke ohne Zustimmungssignal ablehnen.
Die Fronten sind klar. Ocean-CTO Luke Dashjr und andere Unterstützer sehen in dem Fork einen Schutz vor “Spam” und eine Rückbesinnung auf Bitcoins Geldfunktion. Dagegen stehen Blockstream-Chef Adam Back und Michael Saylor, der seine Ablehnung in einem Essay mit 110 Punkten begründet: Konsensregeln könnten den Zweck einer Transaktion nicht beurteilen — Bitcoin brauche “keine Wächter der Reinheit, sondern Wächter der Neutralität”. Die Zahlen sprechen derzeit für die Skeptiker: Nur 0,86 Prozent der Miner signalisieren Unterstützung, für ein frühes Lock-in wären 55 Prozent nötig.
Für Node-Betreiber gilt vorerst: Ruhe bewahren, die Client-Version bewusst wählen und ab August die Signaling-Zahlen beobachten.