Wallet-Anbieter Exodus streicht jede vierte Stelle
Exodus Movement baut ein Viertel seiner weltweiten Belegschaft ab. Der Anbieter der gleichnamigen Self-Custody-Wallet aus Omaha richtet sich damit auf sein neues Kerngeschäft aus: Stablecoin-Zahlungen und Karteninfrastruktur. Dafür hatte das Unternehmen zuletzt das E-Geld-Institut Monavate und den Zahlungsdienstleister Baanx übernommen — beide Zukäufe sollen nun in eine durchgehende Zahlungsplattform integriert werden.
Der Umbau kostet zunächst 2,5 bis 3,5 Millionen US-Dollar, vor allem für Abfindungen. Ab 2027 sollen die Betriebskosten dafür um 10 bis 13 Millionen Dollar pro Jahr sinken. Die Börse quittierte die Ankündigung am Montag mit einem Plus von 2,2 Prozent — auf Jahressicht notiert die Aktie allerdings 85 Prozent im Minus.
An der Wallet selbst ändert sich für Nutzer zunächst nichts. Die Richtung ist trotzdem bemerkenswert: Ein bekannter Wallet-Hersteller verdient sein Geld künftig weniger mit Selbstverwahrung und mehr mit Zahlungsabwicklung. Wer die App im Alltag nutzt, sollte die Produktpolitik der nächsten Monate im Blick behalten.